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Im bürgerlichen Beruf realisiert sich die synthetisch-harmonische Denkfigur des Bürgertums als „ethischer Sinn und materieller Nutzen, rationales Kalkül und Tatendrang, Selbstzucht und Streben nach Erfolg. Die grundsätzlich angestrebte Harmonie von Vernunft und Trieb erscheint hier als Unterwerfung instinktiver und ohnehin unausrottbarer Impulse unter ein rationales Ziel oder als Verzicht auf die unmittelbare Befriedigung zugunsten einer höheren und stabileren, die dann als sicheres Glück empfunden wird." „Der persönliche Beitrag des Bürgers zu der von ihm selbst ersehnten Berechenbarkeit der Welt lag [in seiner] Wohlanständigkeit […], die den anderen als Zuverlässigkeit und ihm selbst als Kreditwürdigkeit zugute“ kam (Kondylis: Niedergang, S.40)